Augenbrauen – ihr Look kann das ganze Gesicht in einem ganz anderen Licht dastehen lassen. Die passende Form der Brauen gehört deswegen zu den absoluten Makeup Essentials. Wir zeigen im Blogbeitrag Schminktipps für Anfänger und erklären, worauf es beim Augenbrauen formen ankommt und wie ihr dabei die besten Ergebnisse erzielt.

Die klassische Braue – diese Form ist die Norm

Am Ansatz überm Auge ist die klassische Augenbraue etwas breiter. Sie steigt nach außen hin an, wird dabei etwas schmaler und fällt im letzten Drittel etwas ab. So bildet sich auch ein Bogen. Idealerweise sollte der höchste Punkt der Braue genau über dem äußeren Winkel des Auges sein. Warum sieht diese so genannte Idealform so gut aus, fragt ihr euch jetzt? Nun, sie passt zu jeder Augen- und Gesichtsform. Sie drückt nicht auf das Auge und sorgt auch noch für einen wacheren Blick und optisch geöffnete Augen. Sie setzt jedes Augen-Makeup in Szene. Diese ideale Brauenform steht doch jeder Frau, egal wie die Struktur und Form des Gesichts ausfallen. Wer diese Form von Natur aus hat, braucht fürs Augenmakeup keinen Eyebrowpencil, sondern kann die Brauen einfach mit dem Jean d’Arcel Coloured Eyebrow Gel in Braun farblich etwas definieren.

Wohl geformt - so werden deine Brauen perfekt

Für manche schon too much: Die „Instagram Braue“ – gestylt bis zur Perfektion [Bild: Instagram/styledbysahar]

So gleicht ihr Formfehler aus – Augenbrauen richtig formen

Nun sind wir leider nicht alle mit einem Haarwuchs gesegnet, der sich zu dieser Idealform hinzupfen lässt. Bei manchen fehlt am oberen Bogen ein Stück, so dass der „Höhepunkt“ fehlt, andere haben schlicht zu kurze Brauen. Um zu sehen, welche Brauenform man überhaupt hat, muss man jedoch erstmal in den sauren Apfel beißen und die Pinzette wegschließen. Wachsen lassen und dann beobachten, wie die Braue aussieht – so beginnt die Reise zur idealen Augenbraue.

1 Zu schmale Braue – Augenbrauen auffüllen

Stellst du nun fest, dass deine Brauen zu schmal sind, musst du sie mit einem Eyebrowpencil oder Augenbrauenpuder breiter werden lassen. Darauf achten, dass die Braue sich zur Seite hin langsam, aber stetig verjüngt. Mein Favorit zum Auffüllen: Der Nouba Kosmetik Eye Brow Pencil mit Bürste. Dank der praktischen Bürste kann man mit ihm die Brauen nicht nur auffüllen, sondern auch gleich stylen.

2 Zu runde Braue – Augenbrauen in Form zupfen

Wem die charakteristische Hakenform der idealen Braue fehlt und eher eine runde Brauenform hat, kann durch geschicktes Zupfen die Form leicht korrigieren. Doch bloß nicht zu viel Haare lassen. Erst wie wild Zupfen, nur um dann mit einem Pencil eine neue Augenbraue aufzuzeichnen, ist zum Glück seit den Neunzigern nicht wieder in Mode gekommen. Stattdessen lieber so wenig Haare wie möglich zupfen und mit Makeup die Augenbrauenform korrigieren.

3 Zu tief sitzende Braue – immer von unten wegzupfen

Ist die Augenbraue zu tief und fällt nur ab, anstatt erst anzusteigen und dann abzufallen? Dann am besten mal versuchen, mit einem Augenbrauenstift die ideale Form aufzumalen – und zwar so, dass möglichst viele der natürlichen Brauen-Härchen darin erhalten bleiben. Dann die Härchen unterhalb der aufgezeichneten Ideallinie wegzupfen, um einen Bogen zu kreieren. Oberhalb muss die Braue dann so gut es geht nachwachsen, Lücken können einfach mit dem Brow Pencil aufgefüllt werden.

Nicht optimal gezupfte Formen

Wer seine Brauen in der falschen Form zupft, sieht schnell ganz anders aus, als er es eigentlich vorhatte. Zu rund gezupfte Augenbrauen zum Beispiel wirken oftmals zu wild, besonders wenn sie am Ansatz buschiger sind. Zudem sorgen sie dafür, dass die Augen düster wirken und optisch engstehender werden. Mein liebstes Hilfsmittel zum Augenbrauen zupfen: Die Wimpernbürste von Leonhardy. Die Wimpern- und Brauenbürste kommt immer als erstes zum Einsatz und kämmt die Härchen erstmal im Form. So sieht man auch viel besser, wo man Härchen wegzupfen muss.

Falsche Zupftechnik – auf dem absteigenden Ast

Im Gegensatz dazu lassen hängende Brauen uns müde aussehen. Eine hängende Braue hat einen hoch sitzenden Ansatz, fällt nach außen hin aber nur ab. Ein müder und trauriger Eindruck entsteht. Besonders Schlupflider und tiefsitzende Augen können durch eine hängende Braue auch noch einmal optisch hervorgehoben werden. So eine hängende Brauenform entsteht oft durch die falsche Zupftechnik. Wenn die Härchen von oberhalb der Braue gezupft werden statt von unten, rutscht die Braue immer weiter nach unten.

Zu dünn gezupft – kein guter Rahmen für Gesicht und Makeup

Wohl geformt – so werden deine Brauen perfekt

Ausrüstung für einen natürlichen Look [Bild: Instagram/Horst Kirchberger]

Bis vor einigen Jahren – und man sieht es auch heute noch ab und zu – war es Gang und Gäbe, die Augenbrauen sehr dünn zu zupfen. Diese sehr schmalen Brauen passen allerdings nur zu sehr schmalen Gesichtern. Weil sie so dünn sind, rahmen sie das Gesicht nicht optimal und es fehlt ihnen an Ausdruck. Tipp: Wer seine Wimpern auffüllen will und einen natürlichen Look bewahren möchte, greift nicht zum Pencil, sondern zum Puder. Zum Beispiel zum Infinity Eye Shaper Duo von Horst Kirchberger – mit einem schrägen Augenbrauenpinsel das Puder entlang der Brauen auftragen und verblenden. Der sanfte Look wirkt immer natürlich und doch definiert.

Augenbrauen Wildwuchs

Dank Vorreiterinnen wie Cara Delevigne ist Wildwuchs bei den Augenbrauen wieder stark im Trend. Je buschiger, desto besser. Auch diese kräftige Braue folgt allerdings einer idealen Form, die bogenförmig verläuft. Deswegen sollte bei aller Zuneigung zum Wildwuchs trotzdem etwas im Zaum gehalten werden. So bändigt ihr die wilde, volle Braue am besten…

So zähmt ihr die wilde Augenbraue

Mit einem Augenbrauenbürstchen solltet ihr erstmal alle eure Brauenhaare nach unten kämmen. Nun schnappt ihr euch einen Augenbrauenstift und zieht an der Oberkante der Braue eure ideale Augenbrauen Form nach. Jetzt wird die Braue wieder nach oben gebürstet. Die obere Kante der Braue kann ruhig kontrastreich definiert sein und etwas streng aussehen. Durch das Ansetzen mit dem Brauenstift an der oberen Kante entsteht ein sanfter Farbverlauf durch die Braue, der den Ansatz von unten her besonders weich zeichnet. Überflüssige Härchen, die von der Idealform abweichen, können von unten her weggezupft werden.

Solche Brauen gehen gar nicht

Klar wird nicht jede die ideale Form der Brauen auch wirklich hundertprozentig nachahmen können. Dazu sind die Wachstumsformen der Brauen einfach zu unterschiedlich und weichen manchmal zu stark vom Ideal ab. Doch manche Formen wirken so unnatürlich und unvorteilhaft, dass sie fast schon etwas Groteskes an sich haben. Zum Beispiel eine so genannte Schablonen-Braue. Diese künstlichen Brauen sehen aus, als hätte man eine Schablone aufgelegt und diese mit einem Stift ausgemalt. Und genau so wird es auch manchmal gemacht. Die Konturen sind entsprechend eckig und sehr hart, ebenso wie der Ansatz, der blockartig wirkt. Mit so einer über-perfekten Braue wirkt man einfach nur unnatürlich und zu streng. Auch künstlich wirkt ein Gesicht, das mit exakt geraden Brauen daherkommt. Solche extrem flachen und geraden Brauen wirken aufgemalt und artifiziell und passen einfach nicht zu den runden Formen des Gesichts.

Der Weg zur perfekten Braue ist kein leichter. Manchmal braucht es etwas Übung, bis man die perfekte Form für sich entdeckt und die richtige Zupf- und Schminktechnik gefunden hat. Davon sollte man sich aber nicht entmutigen lassen!

Beauty-Tipp aus dem Day Spa: Eure Augenbrauen könnt ihr euch auch von den Kosmetikerinnen in unserem Day Spa in Mainz zupfen und färben lassen. Diese Zusatz-Behandlung bieten wir allerdings ausschließlich im Rahmen unserer Kosmetikbehandlungen an.

Liebe Grüße aus Mainz

eure Karolin