Sommer, Sonne, Strandzeit – über die kühlen Monate des Jahres verzehren wir uns nach der sommerlichen Urlaubszeit, in der wir nicht nur frei von Schule, Uni und Arbeit sind, sondern auch endlich am Strand – sei es in der Karibik, am Mittelmeer oder am heimischen Badesee – die Hitze und die Sonne in vollen Zügen genießen können. Doch – und auch diese Erfahrung werden die meisten von uns wohl schon gemacht haben – ein unvorsichtiges Bad in den wärmenden Strahlen der Sonne kann böse enden. Die Folgen eines Sonnenbrandes sind einerseits schmerzhaft und können andererseits langfristige Folgen für die Gesundheit haben. Im Blogbeitrag geben wir Tipps für ein sicheres Sonnenbad und verraten, wie man einen Sonnenbrand lindern kann, wenn man sich doch mal einen eingehandelt hat.

Sonnenbrand – was ist das überhaupt?

Die extrem gerötete Haut an den Stellen, an denen wir entweder vergessen, Sonnenschutz aufzutragen, oder einfach zu wenig davon zum Eincremen aus der Tube drücken, die wir als Sonnenbrand bezeichnen, ist das Resultat einer akuten Schädigung durch UV-Strahlen. In besonders schlimmen Fällen kann er Entzündungen und Verbrennungs-Bläschen hervorrufen.

Es brennt! Und jetzt?

Mit speziellen Salben wie Bepanthen oder einer rezeptfreien Hydrocortisonsalbe aus der Apotheke kann man einen leichten Sonnenbrand gut behandeln. Gegen das Brennen kann es auch wirksam sein, eine Schmerztablette wie Ibuprofen oder Aspirin einzunehmen. Denn diese Medikamente wirken Entzündungen entgegen. Sind größere Areale der Haut vom Sonnenbrand betroffen, kann ein Kühlpack, aber auch Eis oder Quark für Abkühlung sorgen.

Folgenschweres Brennen

Auch wenn der Sonnenbrand nach ein paar Tagen oder Wochen, nach dem unangenehmen Pellen der Haut, wieder verschwunden ist, können die Folgen des scheinbar kurzfristigen Sonnenbrandes langfristige Schäden hervorrufen. Deswegen tun wir gut daran, alles dafür zu tun, beim nächsten Mal ohne Sonnenbrand davonzukommen. Denn ein Sonnenbrand ruft nicht nur Pigmentverschiebungen in der Haut vor, auch die feinen Äderchen in der Haut können platzen – ein Phänomen, das Betroffene unter dem Namen Couperose kennen. Auch das Hautkrebsrisiko erhöht sich mit jedem Sonnenbrand, den wir an unsere Haut lassen. Doch um sein Hautkrebsrisiko deutlich zu erhöhen, muss man nicht mal einen Sonnenbrand haben. Bei der Untersuchung mehrere bösartiger Hauttumoren hat sich gezeigt, dass Menschen, die sich jahrelang sehr viel in der Sonne aufhalten, häufiger an diesen Krebsformen erkranken – und das auch, wenn sie kaum oder keine Sonnenbrände vorzuweisen haben.

Der richtige Umgang mit der Sonne – für gesunde Haut

1: Das Naheligendste: Sonnengerechte Kleidung, die gefährdete Stellen bedeckt. Besonders die Schultern und der Nacken sollten mit T-Shirt und Sonnenhut geschützt werden. Außerdem: Haltet euch die meiste Zeit im Schatten auf – auch mit Sonnenschutz sind zu ausgedehnte Sonnenbäder riskant.

2: In der Mittagszeit zwischen 11 und 16 Uhr sollte die Sonne ganz gemieden werden. Dann ist die UV-B-Strahlung, die im Sommer den Sonnenbrand auslöst, nämlich am intensivsten und für die Haut am gefährlichsten.

3: Eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad solltet ihr alle Stellen eures Körper, die unbedeckt sind, mit einem guten Sonnenschutzmittel eincremen. Mindestens Lichtschutzfaktor 30 ist empfehlenswert.

4: Den Sonnenschutz regelmäßig nachcremen. Schwitzen, Baden und nicht photostabile Sonnenfilter bewirken, dass der Sonnenschutz mit der Zeit abnimmt und die UV-Strahlung nicht mehr zuverlässig abschirmt. Doch Achtung: Die Schutzwirkung des aufgetragenen Lichtschutzfaktors kann durch Nachcremen nicht verlängert werden.

5: Wenn ihr Baden geht, dann verwendet auf jeden Fall eine wasserfeste Sonnencreme. Denn im Wasser wird die Strahlung der Sonne noch verstärkt. Trotzdem darf nach dem Abtrocknen das erneute Eincremen nicht übersprungen werden. Auch die wasserfeste Sonnencreme trägt sich ab, nicht zuletzt beim Abtrocknen. Wer sich besonders gut schützen will, trägt spezielle Badebekleidung, die die Schultern bedeckt.

6: Auch die Augen wollen geschützt sein. Deswegen unbedingt eine Sonnenbrille mit UV-Filter aufsetzen.

7: Flop-Idee: Im Solarium die Haut vorbräunen. Der Haut ist es egal, ob die UV-Strahlung natürlich oder künstlich ist, einen Schaden trägt sie auf jeden Fall davon. Auch ein Solarium schadet mit seiner UV-Strahlung die Haut. Und da die meisten Solarien pure UV-A-Strahlung verwenden, altert die Haut im Turbogang. Vorzeitige Falten sind vorprogrammiert.

8: Auch wenn man nicht übermäßig zu schwitzen scheint: Der Körper verliert in der Sonne Flüssigkeit. Deswegen unbedingt viel trinken bei Freibad- oder Strandbesuch.


Und das sind meine Sonnenschutz-Favoriten:

Fürs Gesicht: die Snowberry Active Outdoor SPF 30. Diese wasserfeste Sonnencreme fürs Gesicht ist speziell für Aktivitäten im Freien konzipiert worden. Sie pflegt und nährt die Haut und schützt zuverlässig vor UV-B- und UV-A-Strahlung.

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Für den Körper: Jean d’Arcel Lait Solaire LSF 30. Wasserfester Schutz für den ganzen Körper. Perfekt für den Tag am Strand oder auch unterwegs in der Stadt in kurzen Klamotten, denn auch dann setzt man seiner Haut der Sonnenstrahlung aus.

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Naturkosmetik: Die Sonnencreme zellschützend von Susanne Kaufmann enthält einen LSF 25, ist also fürs pralle Sonnenbad nicht die beste Option, aber für alle Tage eine pflegende und schützende Lotion, die Haustellen schützt, die im Alltag der Sonne ausgesetzt sind.

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Bräunungs-Junkies: Wer trotz Sonnenschutz nicht auf Bräune verzichten will, legt sich einen effektiven Selbstbräuner zu, z. B. die Fabulous Self Tanning Gradual Lotion von Vita Liberata →, die nach und nach mit jedem Eincremen eine zarte Bräune auf die Haut zaubert.


Sonnenbrand-Mythen aufgedeckt

Es kursieren viele vermeintliche Fakten zum Thema Sonne und Sonnenschutz. Die Verwirrung, die dadurch gestiftet wird, trägt sicher dazu bei, dass der ein oder andere Sonnenbrand passiert, schlicht, weil falsche Informationen verbreitet wurden. Deswegen gibt es hier unseren Faktencheck:

1: Im Schatten braucht man keinen Sonnenschutz. Falsch! Auch an bewölkten Tagen gelangen noch zwei Drittel der schädigenden UV-Strahlen auf die Haut. Der Sonnenbrand kommt zwar nicht so schnell, aber üble Verbrennungen können auch durch die Wolken hindurch auf der Haut angerichtet werden. Deswegen immer den LSF 30 großzügig auftragen.

2: Mein T-Shirt blockiert die UV-Strahlen. Nicht unbedingt! Es gibt spezielle Sonnenschutzkleidung, die die UV-Strahlung komplett abzublocken vermag. Auch sehr dunkle Kleidung hält mehr UV-Strahlen von der Haut fern als helle. Ein einfaches weißes T-Shirt kann noch einen erheblichen Teil der Strahlen durch- und an die Haut gelangen lassen.

3: Mit einem hohen LSF eingecremt, brauche ich mir keine Sorgen um Hautschäden zu machen. Auch das stimmt so nicht. Selbst der höchste Lichtschutzfaktor kann die Sonnenstrahlen nicht zu 100 % von der Haut abschirmen. Produktbezeichnungen wie Sun Blocker sind insofern irreführend, weil die Sonne komplett blockieren – das kann kein Produkt. Außerdem von den meisten Sonnenschutz-Mitteln nicht abgedeckt: die wärmenden Infrarotstrahlen der Sonne, die die Haut genauso in Mitleidenschaft ziehen, indem sie z. B. Kollagen und Elastin in der Haut abbauen.

Trotz aller Gefahren, die von der Sonne ausgehen, sollten wir uns natürlich den Sommer nicht vermiesen lassen. Ein gelegentliches kurzes Sonnenbad sollte sicherlich drin sein. Wichtig ist nur, dass wir unsere Haut so gut wie möglich schützen und wie bei allem bedenken, dass wir es nicht übertreiben sollten.

Liebe Grüße aus Mainz,

eure Karolin